Mobilisierung am 29. September: Ein guter Anfang! Pressemitteilung der französischen Gewerkschaft Force Ouvrière (FO)

Wir veröffentlichen hier für euch übersetzt diese Pressemitteilung der FO Wirtschaft, öffentlichen Dienst und nachhaltige Entwicklung, die politisch mit der FSG in Österreich verglichen werden kann, obwohl sie eine eigenständige Gewerkschaft ist, da es in Frankreich im Gegensatz zu Österreich keine Einheitsgewerkschaft(en) gibt, sondern sog. Richtungsgewerkschaften, die bestimmten politischen Strömungen bzw. Ideologien verpflichtet sind.

Am 29. September fanden in ganz Frankreich mehr als 170 Demonstrationen und Kundgebungen statt, an denen über 300.000 Demonstrant*innen teilnahmen.

SOS öffentllicher DienstForce Ouvrière würdigt das Engagement der Aktivist*innen, Mitglieder und Sympathisant*innen sowohl aus dem öffentlichen als auch aus dem privaten Sektor, die sich landesweit mobilisiert haben.

Die Antwort auf diese Mobilisierungen darf nicht Sparpolitik sein!

Dieser Tag bot die Gelegenheit, die Forderungen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst nach höheren Löhnen, besseren Arbeitsbedingungen und Ressourcen, die den Aufgaben des öffentlichen Dienstes gerecht werden, mit Nachdruck zu vertreten. Sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor belastet die durch die Benzinpreise angeheizte Inflation die Kaufkraft erheblich. Die allgemeine Anhebung der Löhne und Gehälter ist daher eine vorrangige Forderung von Force Ouvrière.

FO unterstützt alle Formen des Protests, die legitime Forderungen vertreten, einschließlich derjenigen von Jugendlichen und Schüler*innen, wenn sie für ihre Bedingungen im Bildungsbereich und ihre Zukunft eintreten.

Am Vorabend der Vorlage des Haushaltsentwurfs (PLF) und des Entwurfs zum Sozialversicherungshaushalt (PLFSS) für 2027 erinnern wir daran, dass die öffentlichen Dienste keine Belastung, sondern ein kollektiver Reichtum und eine Investition in die Zukunft sind!

Die Benachteiligung von Beschäftigten im öffentlichen Dienst und die Schwächung der öffentlichen Dienste bedeutet in erster Linie eine Benachteiligung ihrer Nutzer*innen. Es bedeutet auch, unser Land angesichts der Herausforderungen – insbesondere des Klimawandels, der digitalen Revolution und der künstlichen Intelligenz – zu entwaffnen.

Die Zukunft vorzubereiten bedeutet nicht, die öffentlichen Dienste zu kürzen. Es bedeutet, ihnen die Mittel an die Hand zu geben, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

Paris, 30. September 2026

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