Widerstand von unten – Betriebsarbeit und soziale Bewegungen gegen Sozialabbau: Tagung vom 27.-29. November 2026 in Wien

Egal ob in der Arbeitswelt, bei der sozialen Absicherung oder in der Gesellschaft insgesamt: Wir erleben gerade tiefgreifende Veränderungen, wie es sie schon lange nicht mehr gegeben hat. Klimakrise, Kriege und eine Politik der radikalen Kürzungen auf Kosten der Allgemeinheit prägen diese Zeit. Für die meisten arbeitenden Menschen bedeutet das: Die Löhne verlieren an Wert, der Druck am Arbeitsplatz steigt und zehntausende Jobs gehen verloren – selbst in Branchen, die lange als sicher galten, wie der Autoindustrie, oder die uns als zukunftssicher verkauft wurden, wie der Gesundheitsbereich. Das ist die alltägliche Realität fast aller Lohnabhängigen. Es heißt, „Der Wirtschaft geht es halt so schlecht“, aber wer darunter am meisten leidet sind wir Beschäftigte, die die Folgen tagtäglich zu spüren bekommen.

Logo der Tagung als GrafikDie Klimakatastrophe wird noch mehr ignoriert als zuvor. Militarisierung und Kriege sind die neue Realität. Und genau in dieser Zeit hat sich die Regierung einer Kürzungspolitik verschrieben, die so radikal ist wie eigentlich noch nie, was durch gesellschaftlichen Spaltung und Massenverarmung den Rechtsextremen Tür und Tor öffnet.

All das stellt uns vor große Herausforderungen, die wir nur gemeinsam bewältigen können – indem wir uns organisieren. Im Betrieb und im Zusammenspiel verschiedener Bewegungen. Denn ohne ernsthafte Arbeitskämpfe und eine aktive Verschiebung der gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse lässt sich dieser Wahnsinn nicht stoppen. Doch Gewerkschaften in Österreich stellen sich den Problemen nicht offensiv genug. In anderen Ländern hingegen beginnen Gewerkschaften, ihrer Aufgabe als Kampforganisation für die Interessen der Arbeiter*innenklasse gerecht zu werden.

Wir an der Basis müssen uns selbst organisieren – für ein gutes Leben für alle, überall. Wie das gelingen kann, diskutieren wir auf unserer Tagung mit vielen Aktiven aus Betrieben, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen aus Österreich und international. Gemeinsam wollen wir betriebliche, gewerkschaftliche und soziale Kämpfe praxisnah besprechen und für unsere eigene Praxis nutzbar machen. Denn: Wenn wir nicht selbst kämpfen, wird es niemand für uns tun!

Darum organisieren wir gemeinsam mit dem Bündnis „Linke Betriebsarbeit Wien“ diese Tagung. Die Tagung findet am Samstag und Sonntag im ÖGB-Catamaran (Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien) statt. Die Anmeldung zur Tagung ist ab sofort hier möglich.

Hier das Programm – bei den parallelen Workshops dienen die Blöcke der Orientierung, welche davon miteinander zusammenhängen; selbstverständlich kann zwischen diesen gewechselt werden:
Freitag, 27. November

Filmabend: Jeder Acker, jede Fabrik (Ort und Zeit folgen)
Samstag, 28. November

9:30: Einlass und Kaffee

10:00: Auftaktplenum: Die aktuelle Lage um die Kürzungspolitik in Österreich mit Matthias Schnetzer (Arbeiterkammer), Selma Schacht (Betriebsrätin Bildung im Mittelpunkt), Lars Hirsekorn (Betriebsrat VW)

12:00 Mittagspause mit Essen

13:30 parallele Workshops
➠ Strang 1: Kurze Geschichte des „Sozialstaates“ und seine voraussichtliche Zukunft anhand von ausgewählten Kämpfen mit Ferment
➠ Strang 2: Aktuelle Kämpfe im Sozialbereich mit Streikaktionskomitee Bildung im Mittelpunkt, Kritisches Netzwerk Aktivistischer Sozialer Arbeit, „Sozial Aber Nicht Blöd“
➠ Strang 3: Streiken? Erfahrungen, Beispiele und radikale Formen

15:30 Pause

16:00 parallele Workshops
➠ Strang 1: Antimilitarismus für eine Just Transition mit Attac Österreich, Solidarwerkstatt, Anne Rieger (GLB)
➠ Strang 2: Aktuelle Kämpfe im Gesundheitsbereich mit Beschäftigten Ordensspital Linz, Wir Sorgen Gemeinsam
➠ Strang 3: Feministischer & Care Streik! mit Frauen*Streiken/Fair sorgen!, Feministisches Streikkollektiv Zürich, „Sozial Aber Nicht Blöd“

18:00: Abendveranstaltung mit Speis, Trank, Musik und Austausch
Sonntag, 29. November

11:00 parallele Workshops
➠ Strang 1: Umkämpfte Räume & Strukturen mit Amerlinghaus bleibt!, St. Marx für Alle, Radio Orange
➠ Strang 2: Organizing: Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit vom Kopf auf die Füße stellen mit Sozialdemokrat*innen & Gewerkschafter*innen gegen Notstandspolitik, Streikkomitee der Suchthilfe Wien
➠ Strang 3: Antirassistische Arbeit in Betrieb und Gesellschaft mit Schule brennt, SOS Balkanroute, DiE (Deutschlehrende in der Erwachsenenbildung)

13:00: Mittagspause mit Essen

14:30: Abschlussveranstaltung mit Tagung linke Betriebsarbeit, Bündnis SoWi_So

16:00: Ende

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